Wie der Brexit Großbritannien bis heute bremst

September 11, 2025

Welchen Preis die Briten für den Brexit zahlen

Wetten sind abzuschließen in 3500 Ladenlokalen oder online Tag und Nacht. Das zeigt eine aktuelle Studie des Londoner Marktforschungsinstituts Global Counsel. Was ein Brexit für den Zinsmarkt bedeuten würde, konnten Sparer in den vergangenen Tagen schon erahnen. Aufgrund der Angst vor einem EU-Austritt der Briten fiel die Rendite für deutsche Staatsanleihen mit zehnjähriger Laufzeit erstmals in der Geschichte unter Null. „Gewinnen die EU-Gegner, so kommt es zu weiteren Umschichtungen in die sicheren Häfen“, sagt Ulf Kraus, Zinsexperte bei der Landesbank Hessen-Thüringen. „Bundesanleihen würden noch tiefer in den negativen Renditebereich absinken.“ Die Renditen in den südlichen Euro-Ländern dürften dagegen eher wieder steigen, allein wegen der Unsicherheit, wie es mit der EU weitergeht.

Die deutschstämmige Labour-Abgeordnete Gisela Stuart beispielsweise wollte die EU verlassen. Der Chef der rechtspopulistischen britischen Partei United Kingdom Independence Party (Ukip), Nigel Farage, trat als Parteivorsitzender zurück. Der Brexit-Wortführer sagte in London, er habe sein Ziel erreicht und wolle „sein Leben zurückhaben“. Der Brexit wird für die EU-Mitgliedstaaten und vor allem für das Vereinigte Königreich nicht ohne wirtschaftliche Folgen bleiben.

Juli 2019Boris Johnson bildet Kabinett um Direkt nach seinem Amtsantritt besetzte Johnson mehr als die Hälfte der Posten neu. Mehrere Minister reichten aus eigenem Antrieb ihren Rücktritt ein, andere wurden entlassen. Bei seiner erste Rede als Regierungschef im Unterhaus kündigte er an, er wolle das Großbritannien zum “großartigsten Land dieser Erde” machen. Seine Mission sei es, den Brexit zu vollziehen und versprach, sich für einen neu ausgehandelten Vertrag mit der EU einzusetzen. Kein Land, das seine Unabhängigkeit schätzt und Selbstachtung hat, würde diesem Abkommen zustimmen. Er rief die EU zu Neuverhandlungen auf, andernfalls gebe es einen Brexit ohne Vertrag.

Sie müssen nach Ende der Vertagung, die in der Regel weniger als zwei Wochen dauert,314 von vorne begonnen werden. Mai 2019 kündigte Premierministerin Theresa May ihren Rücktritt als Vorsitzende der Konservativen Partei zum 7. Um einen ungeregelten Brexit zu vermeiden, schlugen Tusk und die Regierungschefs eine flexible Verschiebung des EU-Austritts um bis zu ein Jahr vor. Der Vorschlag ist auch als „Flextension“ oder „Flexi-Brexit“ bekannt.289 Frankreichs Präsident befürchtete dagegen eine Schwächung der EU durch eine Einbindung der britischen Vertreter in die EU-Politik nach der Europawahl. April 2019 einigten sich die 27 Staats- und Regierungschefs auf eine Verschiebung bis längstens zum 31.

Viel hängt von der Ausgestaltung der zukünftigen Beziehung zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich ab. April 2017Konflikt um Gibraltar spitzt sich zu. Die spanische Regierung hatte das Gebiet nahe der Mittelmeerenge zwischen Spanien und Marokko zwar 22bet europe vor mehr als 300 Jahren offiziell an Großbritannien abgegeben, erhebt jedoch Anspruch darauf. Im aktuellen Vorschlag zur EU-Richtlinie für die Brexit-Verhandlungen muss Spanien ausdrücklich zustimmen, dass die Ergebnisse der Austrittsverhandlungen auch für Gibraltar gelten. Spaniens Position ist durch dieses Veto-Recht gestärkt. In der nun folgenden Übergangsphase soll Großbritannien weiter alle Vorgaben der EU-Mitgliedschaft wie bisher erfüllen, sagte EU-Ratspräsident Donald Tusk.

Würden die Briten immer noch Brexit wählen?

  • Als Kind ist er mit seinem Vater zu Windhundrennen gegangen, später hat er auf Pferde gesetzt.
  • Damals sprachen sich 67 Prozent der Briten dafür aus, in der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft zu bleiben, der Großbritannien erst zwei Jahre zuvor beigetreten war.
  • April erklären, wie es mit dem Brexit weitergehen soll.
  • Ob Premierministerin Theresa May im britischen Parlament auf eine Mehrheit hoffen kann, ist ungewiss.

Auch wenn – wenn man den Umfragen glauben möchte – langsam immer mehr Briten meinen, der Brexit sei ein Fehler gewesen. Nur noch 30 Prozent meinen heute, der Brexit sei richtig gewesen – 55 Prozent sagen, es war falsch zu gehen. “Die größten Verlierer des Brexit sind die jungen Leute”, sagt Deutschlands Botschafter in London, Miguel Berger. Das Vereinigte Königreich nimmt nicht mehr am Erasmus-Programm teil.

Nach Brexit-Problemen

Im Juli 2019 trat Theresa May von ihrem Amt zurück und Boris Johnson wurde ihr Nachfolger. Das Unterhaus beschloss Anfang September ein Gesetz, das den Premierminister verpflichtete, eine weitere Verlängerung bei der EU zu beantragen, sollte bis zum 19. Oktober kein Austrittsabkommen ratifiziert worden sein. September vertagte Königin Elisabeth II.

Für Touristen gibt es bei kürzeren Reisen jedoch keine Visumspflicht. “Die negativen Auswirkungen des Handelsabkommens haben sich im Laufe der Zeit verstärkt, wobei 2023 einen stärkeren Handelsrückgang aufweist als die Jahre zuvor”, hieß es. Vor allem kleinere britische Exporteure hätten den Handel mit der EU aufgegeben. Die Studienautoren betonten, politische Eingriffe seien nötig. Profitieren könnten dagegen wohl deutsche Finanzunternehmen, da der europäische Finanzmarkt mittelfristig weniger Konkurrenz aus London hätte.

Das Thema Fischereirechte war am schwierigsten zu lösen. Europäische Fischer müssen zunächst auf ein Viertel ihrer Fangquoten verzichten – gestaffelt auf fünfeinhalb Jahre. Mit dem Ende der Übergangsphase endete auch die Personenfreizügigkeit zwischen der EU und Großbritannien. Das bedeutet, wer von nun an in Großbritannien arbeiten und leben will, muss ein Visum beantragen, geregelt durch ein punktebasiertes System.

Demnach sollen die meisten Kontrollen zwischen Nordirland und dem restlichen Großbritannien abgeschafft  und britische Händler für Waren nach Nordirland von der Pflicht zur EU-Zollanmeldung befreit werden. Seit fast einem Jahr besteht Premierminister Boris Johnson auf einer Nachverhandlung des Nordirland-Protokolls. Nach dem Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union leidet die britische Wirtschaft unter den Folgen des Brexits.

Der innerparteilich zu ihrem Nachfolger gewählte Boris Johnson bestand darauf, spätestens am 31. Oktober aus der EU ausscheiden zu wollen – unabhängig davon, ob ein Abkommen zustande kommt oder nicht. Bei drei verschiedenen Abstimmungen zwischen Januar und März 2019 stimmte das Parlament jeweils mit großer Mehrheit gegen das Abkommen. Der drohende ungeregelte Brexit konnte verhindert werden, indem sich der Europäische Rat und die britische Regierung erstmals auf eine Verschiebung des Austrittstermins einigten. Für den Fall einer Annahme des Austrittsabkommens seitens des britischen Parlaments wäre die Frist bis zum 22.

Johnson pochte darauf, das Gesetz werde als “Sicherheitsnetz” für den Fall eines harten Brexits gebraucht. Jetzt muss das Binnenmarktgesetz noch vom britischen Oberhaus verabschiedet werden. Die EU fordert, die Änderungen zurückzunehmen und droht mit einer Klage vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH). Mit dem Gesetz werde ein völkerrecht verbindlicher Vertrag infrage gestellt. November mit 433 zu 165 Stimmen gegen die Klauseln, die der Regierung die Macht geben, den Warenverkehr zwischen Großbritannien und Nordirland ohne Rücksicht auf die Vorgaben des EU-Austrittsvertrages zu regeln. Das Unterhaus wird sich im Dezember erneut mit dem Binnenmarktgesetz befassen.

Einziges politisches Ziel der Brexit Party ist die Durchsetzung eines baldigen EU-Austritts, nötigenfalls auch ohne entsprechendes Abkommen. März wurde zu 8 Vorschlägen abgestimmt.270 Die Parlamentarier votierten dafür, am 27. März 2019 der Regierung die Kontrolle über die Tagesordnung aus der Hand zu nehmen. Sie führten an diesem Tag indicative votes – nicht bindende Probeabstimmungen – durch, um Mehrheitsfähigkeiten von Alternativen zum abgelehnten Austrittsabkommen zu erkennen.

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